Presse­berichte

Bramscher Nach­richten / Bersen­brücker Kreis­blatt

13.06.2019

Landtagsabgeordnete zu Gast Alfhausen:

Biologische Station startet Umweltprojekt

Von PM

 

Über das Zweijahresprojekt zu biologischen Vielfalt informierten sich Christian Calderone (links), Martin Bäumer und Agnes Droste (von rechts) bei Ronald Siegmund-Stuckenberg und Jürgen Christiansen (2. und 3. von links). Foto: Über das Zweijahresprojekt zu biologischen Vielfalt informierten sich Christian Calderone (links), Martin Bäumer und Agnes Droste (von rechts) bei Ronald Siegmund-Stuckenberg und Jürgen Christiansen (2. und 3. von links). Foto: Biologische Station

 

Alfhausen. Was hat es mit dem Projekt zur biologischen Vielfalt der Station Haseniederung in Alfhausen auf sich? Politiker erkundeten sich an Ort und Stelle.

Ganz gezielt an Einwohner des Osnabrücker Landes richtet sich ein neues Umweltbildungsprojekt der Biologischen Station  in Alfhausen. Unter dem Titel „Biologische Vielfalt im Osnabrücker Land bewahren – Wie geht das?“ sollen in den nächsten Jahren zielgruppengerechte Angebote ein Bewusstsein für die Bedeutung der biologischen Vielfalt schaffen. 

Kindern, Jugendlichen und verstärkt Erwachsenen zu diesem Thema geschult werden, hießt es dazu auf der Webseite der Station. Anhand einfacher, beispielhafter Maßnahmen, mit denen selbst zur Förderung und zum Erhalt der biologischen Vielfalt beigetragen werden kann, soll zum Handeln im eigenen Umfeld aufgefordert werden.

234.424 Euro kostet das mehrjährige Vorhaben, wovon knapp 78.000 Euro über Mittel der Bingo-Umweltstiftung und knapp 145.000 Euro aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung und Mitteln des Landes Niedersachsen beigesteuert werden. Grund genug für den  Landtagsabgeordneten Christian Calderone (CDU) aus Qaukenbrück und Martin Bäumer (Glandorf) umweltpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion  sich mit Alfhausen Bürgermeisterin Agnes Droste vor Ort ein Bild zu machen.

Streuobstwiese und Schaugärten

Zum Ende der Projektlaufzeit sollen 75 Prozent der Bevölkerung der Samtgemeinde Bersenbrück ein gesteigertes Bewusstsein für die biologische Vielfalt besitzen, wie es in der Projektbeschreibung heißt. Projektleiter Ronald Siegmund-Stuckenberg und der Leiter der Biologischen Station, Jürgen Christiansen, möchten dies insbesondere durch ein Kursangebot aus über 50 Bildungskursen, Informationen im Internet und die Anlegung von so genannten Schaugärten erreichen.

Die beiden Vertreter der Biologischen Station präsentierten dann auch eine bereits angelegte Streuobstwiese aus alten Obstbaumsorten und die bepflanzten Schaugärten. Durch den Verkauf der Ernte darau und das Kursangebot sollen Schaugärten und das Werben für Biodiversität auf Dauer angelegt sein. „Denn wir wollen ein umfangreiches Bildungsangebot schaffen, das dauerhaft an der Biologischen Station eingesetzt werden kann“, sagt Siegmund-Stuckenberg.

30.05.2019

Zusammenkunft an der Biologischen Station

Austausch zum „Tag der Artenvielfalt“ am Alfsee

Von Franz Buitmann

Zum „Tag der Artenvielfalt“ trafen sich Bürgermeister und Mitglieder der Umweltausschüsse der Samtgemeinde Bersenbrück und deren Mitgliedsgemeinden zu einem Gedankenaustausch in der Biologischen Station Haseniederung in Alfhausen. Foto: Franz Buitmann

Alfhausen. Die Gemeinde Alfhausen hatte gemeinsam mit der Biologischen Station Haseniederung die Bürgermeister und Mitglieder der Umweltausschüsse der Samtgemeinde Bersenbrück und deren Mitgliedsgemeinden zum „Tag der Artenvielfalt“ in die Einrichtung am Alfsee eingeladen.

Alfhausens Bürgermeisterin Agnes Droste wies in ihrer Einladung darauf hin, in der letzten Zeit habe sich in der Biologischen Station viel getan. Um dies vorzustellen und damit auch einmal ein Austausch der Politiker der Umweltausschüsse stattfinde, lade man zum internationalen „Tag der Artenvielfalt“ ein. Im Rahmen des Treffens referierte Forstwirt Ingo Zapp vom Forsthof Artland zum Thema „Ausgleichsflächen schaffen durch Blühstreifen“, im Anschluss daran fand eine Führung durch die Anlagen der Station statt. Ratsmitglieder aus der Samtgemeinde Bersenbrück und aus den Gemeinden Alfhausen, Ankum, Bersenbrück, Gehrde und Rieste sowie Mitarbeiter der Biologischen Station nahmen an der Veranstaltung teil. 

Zapp benannte die Möglichkeiten der Biotopvernetzung durch Blühstreifen, sie werden auf Flächen angelegt, die nicht genutzt werden. Sie können sich innerhalb eines Ackerschlages befinden, am Ackerrand oder auf Vorgewenden. Auch auf Bewässerungsstreifen oder in Rodegassen können Blühstreifen entstehen, sie sollten zwischen drei und zehn Metern breit sein. Weiter stellte er dar, welche Anforderungen an Blühstreifen und deren Pflege zur Förderung oder zum Erhalt von Artenvielfalt gestellt werden müssen. Einjährige Blütenmischungen sind meistens frostempfindlich, sie sollten Ende April oder Anfang Mai ausgesät werden. Besser sind mehrjährige Kräutermischungen, sie können im Frühling oder im Herbst ausgesät werden. Herbstsaaten haben den Vorteil, dass auch hartschalige Samen im Frühjahr sofort keimen. Für Wildkräuter ist besonders wichtig, dass genügend Raum für die Entwicklung ihrer Blattrosette zur Verfügung steht. Nur dann werden sie zu starken Individuen heranwachsen. Die Samenmischung kann maschinell oder per Hand ausgebracht werden. Damit auch Dunkelkeimer auflaufen, sollte das Saatgut leicht eingearbeitet werden. Bei mageren Standorten genügt es, einen Streifen am Schlagrand ohne Umbruch aus der Nutzung zu nehmen. Eine Einsaat ist nicht erforderlich, eine blütenreiche Vegetation wird sich dann von selbst einstellen.

Es empfehlen sich mehrjährige Saatgutmischungen, mit denen ein vielfältiges und kontinuierliches Blühangebot geschaffen wird. Es sollten einheimische Pflanzenarten ausgesät werden, nur sie sind optimal an hiesige Witterungs- und Bodenverhältnisse angepasst.

Im ersten Jahr der Einsaat sollte ein Pflegeschnitt durchgeführt werden, um konkurrenzstarke Pflanzenarten zurückzudrängen. Auf nährstoffreichen Standorten kann ein- bis zweimal jährlich gemäht werden. Auf mageren Standorten wird je nach Wüchsigkeit einmal im Jahr oder alle paar Jahre im Herbst gemäht. Blühstreifen eignen sich gut als Kompensationsflächen.

Saatgutmischungen gibt es in unterschiedlichen Qualitäten und zu unterschiedlichen Preisen, Händler können im Internet erfahren werden.

An das Referat schloss sich ein reger Gedankenaustausch an, zum Imbiss wurden Lebensmittel aus der Region aus der Markthalle Alfhausen serviert. Auf der Führung durch die neu gestaltete Gartenanlage der Station fanden die Besucher Anregungen für Beetbepflanzungen mit heimischen Wildstauden.

Alfhausens Bürgermeisterin Agnes Droste und Ronald Siegmund-Stuckenberg von der Biologischen Station planen nun, diese Form des Gedankenaustausches zum Thema Artenvielfalt zu einer festen Institution zu entwickeln. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Projektes „Biologische Vielfalt im Osnabrücker Land bewahren – Wie geht das?“ durchgeführt, welches aus Mitteln des Europäischen Fond für Regionalentwicklung und des Landes Niedersachsen sowie der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert wird. 

12.05.2019

Auf Tour durch Niedersachsen

Bingo-Bär Michael Thürnau ließ in Bramsche die Kugeln rollen

Von Holger Schulze

Von Ronald Siegmund-Stuckenberg (rechts) bekam Michael Thürnau in der Biologischen Station Haseniederung erläutert, wie mit dem Geld der Bingo-Umweltstiftung gearbeitet wird. Foto: Holger Schulze

Bramsche/Alfhausen. Eine dichte Menschentraube umrang „Bingo-Bär“ Michael Thürnau im Famila-Markt. Der NDR-Moderator machte auf seiner Tour durch Niedersachsen auch in Bramsche halt. Im Anschluss besuchte Thürnau ein Bingo-Projekt der Biologischen Station am Alfsee.

Vom 29. April bis zum 11. Mai 2019 zog der populäre Moderator mit seiner Bingo-Glückstrommel von der Nordseeküste über die Lüneburger Heide bis hin ins Osnabrücker Land. Seit mehr als 22 Jahren moderiert Michael Thürnau die Sendung im NDR und immer noch liegt ihm bei seiner Arbeit stets ein lockerer Spruch auf den Lippen.

So unterhielt der Bingo-Bär das Publikum im Supermarkt nicht nur mit den Gewinnaussichten auf zwei opulente Picknickkörbe und etliche Trostpreise. Auch ein hier und da eingestreuter Witz, gerne auch mal unterhalb der Gürtellinie, jedoch in charmanter Form, brachte das Publikum zum Lachen.

Wer fünf Zahlen auf seinem Zettel entweder übereinander, nebeneinander oder diagonal  stehen hatte, bekam schon mal einen Trostpreis. Ebenso diejenigen, die zwei dieser Reihen durch einen Bingo-Ruf kundtun konnten. Ausgespielt wurde jedoch ein Dreierbingo. Michael Thürnau ließ so lange die Kugeln rollen, bis zwei Mitspieler insgesamt 15 Zahlen in den möglichen Varianten auf dem Zettel hatten. Ein Picknickkorb im Wert von über 200 Euro ging nach einer halben Stunde nach Schlichthorst. Der zweite, immerhin noch um die 150 Euro wert, landete bei einer Gewinnerin aus Alfhausen.

Dorthin, genauer zur Biologischen Station Haseniederung, führte etwas später der Weg von Michael Thürnau. Zu seinem beruflichen Aufgabenspektrum gehört schließlich nicht nur die Verkündung gezogener Nummern. Die Bingo-Umweltstiftung förderte in den vergangenen 22 Jahren 19000 Umweltprojekte mit insgesamt 190 Millionen Euro. „Damit die Menschen wissen, wohin ihr Geld aus dem Bingolosverkauf geht, keinesfalls zur Kontrolle“, besucht Michael Thürnau mit einem Kamerateam ausgewählte Projekte, wie er vor Drehbeginn ausdrücklich betonte.

78000 Euro waren es, die die Biologische Station von der Bingo-Umweltstiftung für das aktuell im Aufbau befindliche Projekt „Biologische Vielfalt im Osnabrücker Land bewahren“ erhalten hatte.

Den Zuschlag gab es, weil sich dieses Projekt sowohl an Kinder als auch an Erwachsene wendet und die Biologische Station als Verein in ehrenamtlicher Trägerschaft arbeitet. „Denn wir fördern keine kommunalen Aufgaben“, stellte Michael Thürnau klar.

Damit das NDR-Fernsehpublikum am Sonntag, 19. Mai, ab 17 Uhr einen Einblick davon erhält, wie das geförderte Projekt am Alfsee arbeitet, hatte sich Ronald Siegmund-Stuckenberg, der erste Vorsitzende des Vereins, für die Dreharbeiten mit Michael Thürnau an die Gießkanne am neu eingerichteten Beet mit bienenfreundlichen heimischen Wildstauden gestellt. Hier erfuhr Michael Thürnau, dass die beliebten Geranien so gar nicht als Nahrungsquelle für Bienen geeignet sind, weil sie eben nur schön bunt sind, jedoch keinen Nektar für die Insekten bilden.

Welche Pflanzen in den heimischen Gärten oder auch in den öffentlichen Grünflächen besser für eine Insektenvielfalt sorgen können, das erfahren dank der Bingo-Stiftung in naher Zukunft die Besucher der Biologischen Station Haseniederung. 

 

16.04.2019

Biologische Vielfalt bewahren

Bienen­freundliche Gärten für die Riester Schutz­station

Von Holger Schulze

Ramona Herfurth, Susanne Schulze und Ronald Stuckenberg bepflanzten am Freitag und Samstag die neuen Beete vor der Biologischen Station, in denen Wildbienen zukünftig verbesserte Nahrungsquellen und Nistmöglichkeiten vorfinden werden.
Foto: Holger Schulze

Rieste. Im Rahmen des Projektes „Biologische Vielfalt bewahren im Osnabrücker Land. Wie geht das?“ wurde jetzt an der Biologischen Station Haseniederung ein sogenannter Trachtgarten für Bienen angelegt.

Um die Arbeitsbedingungen bei Regenschauern und niedrigen Temperaturen waren Ramona Herfurth, Susanne Schulze, Frederike Frimmel und Ronald Stuckenberg  nicht zu beneiden, als sie mit weiteren ehrenamtlichen Helfern rund 400 Pflanzen in die neuen Beete an der Biologischen Station  in die Erde brachten. Die Kulturen stammen aus Betrieben, die sich auf die Nachzucht von heimischen Wildstauden spezialisiert haben.

Bei dem Projekt  geht es darum, Bürger, kommunale Entscheidungsträger oder Pädagogen anzuregen, sich der Vielfalt in der Natur anzunehmen und dies zu kommunizieren.  Der Fokus liegt auf dem Erhalt und der  Verbesserung der Lebensbedingungen für Wildbienen. Dazu wurde in einem ersten Schritt neben einer Streuobstwiese jetzt ein sogenannter „Trachtgarten“ mit Nahrung und Nistmöglichkeiten  für diese nützlichen Insekten angelegt.

Die Biologischen Station erhielt hierfür zwei neue Hochbeete. Weitere acht Beete wurden neu aufbereitet und thematisch entsprechend mit heimischen Wildstauden bepflanzt.

So entstanden beispielsweise ein halbschattiger, leicht feuchter Gehölzrand, ein nährstoffreiches, frisches, sonniges Gartenbeet sowie ein karger, trockener Schotterstandort An diesen speziellen Standorten wurden die Pflanzenzusammenstellungen so ausgewählt, dass sie auch der Gartenbesitzer zuhause nachpflanzen kann.  Ferner wurden spezielle Wildbienen-Blumenmischungen ausgesät.

Nahrungsquellen schaffen

„Ziel und Wunsch ist es, dass immer mehr Gartenbesitzer, Planer oder auch Entscheider über öffentliche Flächen diesen Beispielen folgen und Nahrungsquellen für Wildbienen schaffen, um deren Fortbestand zu gewährleisten und die Bestäubungsleistung der Bienen für unsere Kultur- und Zierpflanzen sowie für eine vielfältige heimische Flora sicher zu stellen. Auch sollen wilde Formen von allseits bekannten Pflanzenarten wie Flockenblumen, Malven, Königskerze und Veilchen wieder Einzug in die regionalen Gärten halten“, erläuterte Landschaftsarchitektin Susanne Schulze vom Projektteam.

In weiteren Schritten werden nun  Schulungsprogramme erstellt, die Anlage eines Nutzgartens an der Biologischen Station mit alten regionaltypischen Gemüsesorten sowie der Bau eines Imkerstandes folgen. Mit diesen Angeboten sollen interessierte Besucher angeregt werden, das Thema biologische Vielfalt in ihrer eigenen Umgebung umzusetzen, und sei es nur auf wenigen Quadratmetern oder auf dem Balkon.

„Unser Wunsch wäre, dass in den Sommermonaten viele Besucher sich diese neuen Flächen anschauen und sich Anregungen über das Thema mit nach Hause nehmen“, hofft Susanne Schulze auf reges Interesse für dieses von der Bingo-Umweltstiftung und der NBank geförderte Projekt, dessen Aufbauphase auf zwei Jahre angesetzt ist.

 

09.03.2019

Vielfalt bewahren – wie geht das?

Biologische Station am Alfsee startet neues Projekt

Von Ilona Ebenthal

Der Ausbau für das neue Gartenprojekt der Biologischen Hasestation am Alfsee hat begonnen. Foto: Ilona Ebenthal

Alfhausen. Kräftig gearbeitet wird zurzeit bei der Biologischen Station Haseniederung an der Alfseestraße. Die Fördermittel-Zusagen für das neue Projekt liegen vor, der erste Arbeitseinsatz ist erfolgt.

Der Projekttitel lautet „Biologische Vielfalt im Osnabrücker Land bewahren – Wie geht das?“. Durch das Vorhaben soll nicht nur ein großer Schau- und Nutzgarten entstehen, sondern auch „bei Kindern, Jugendlichen und insbesondere Erwachsenen durch zielgruppengerechte Angebote das Bewusstsein für die biologische Vielfalt geschult werden“.

Streuobstwiese mit alten Obstsorten

Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gibt es 144.615 Euro Zuschuss und die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) fördert das Projekt zusätzlich mit 77.800 Euro. Geplant ist die Erweiterung des bisherigen Naturgartens, wofür der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) einen zehn Meter breiten Streifen zur Verfügung gestellt hat. Zusätzlich werde dahinter eine Streuobstwiese mit alten Obstsorten angelegt, erklärt Ronald Siegmund-Stuckenberg. Bei der Auswahl werde „auf den Blühaspekt“ Wert gelegt, damit „über das Frühjahr verteilt“ Blüten zu finden seien. Dem Bestands- und Artenrückgang bei Honig- und Wildbienen möchte die Biologische Station auch mit dem „Trachtengarten“ etwas entgegensetzen, der Insekten durchgehend viel Nahrung bietet.

Barrierefreier Zugang zu den Schaubeeten

Bei einem ersten Arbeitseinsatz haben die Mitglieder des Vereins Biologische Station Haseniederung bereits kräftig Hand angelegt. Im alten und neuen Bereich des Gartens wurden zahlreiche Wege gepflastert, sodass zukünftig ein barrierefreier Zugang zu den Schaubeeten möglich ist. Mittig werde ein Geräteschuppen platziert, erläutert Ronald Siegmund-Stuckenberg. Die Firma Dallmann aus Bramsche habe außerdem einen Baucontainer zur Verfügung gestellt. Beete mit verschiedenen Böden sollen jetzt angelegt werden. Eine große Pflanzaktion werde es geben mit ausschließlich heimischen Pflanzen und alten Gemüsesorten. Auch Frühbeete zum Vorziehen seien geplant. Später könne den Bürgern auch altes Saatgut angeboten werden.

Bewusstseinsschulung für Schüler und Erwachsene

Erklärtes Ziel der Station ist die „Bewusstseinsschulung“. Mit Kursangeboten und Aktionen sollen nicht nur Schüler „über den klassischen Schulgarten hinaus“ etwas lernen, sondern auch Erwachsene angestoßen werden, durch geändertes Verhalten zur biologischen Vielfalt beizutragen und die naturverträgliche Landwirtschaft zu fördern. Man wolle auch „mehr in die Kommunen gehen“, sich mit Politikern und Gartenbauunternehmen zusammensetzen, sagt Ronald Siegmund-Stuckenberg. NBU-Geschäftsführer Karsten Behr lobt das Projekt, „weil es sowohl das Bewusstsein der Menschen für die biologische Vielfalt als auch den praktischen Naturschutz fördert“.