Foto: BUND Frankfurt John Dippel

Tipp des Monats

März

Pflanzen- und Saatgutbörse & Verschenke-Markt rund um den Garten

Leider konnte unsere Börse nicht stattfinden. Deshalb haben wir uns überlegt, wie wir unsere vorbereiteten Pflänzchen und Samen an die Frau und den Mann bringen könnten. Folgende Möglichkeit besteht:

Wir öffnen unser Tor zu bestimmten Zeiten für Einzelpersonen, die Pflanzen abholen oder bringen möchten. Meldet euch einfach telefonisch unter: 0175 – 4431055 .

Diese Pflanzen und dieses Saatgut
geben wir gerne an Interessierte ab!

Gerne stellen wir euch das gewünschte Sortiment zusammen und ihr könnt es kontaktlos bei uns abholen.

Über eine kleine Spende für die Biologische Station freuen wir uns natürlich sehr!

Februar

Bienenfreundlicher Rückschnitt

Bevor die Vogelschutzzeit beginnt (1. März bis 30. September) können noch die letzten Rückschnitte an Sträuchern, Obstbäumen und Stauden durchgeführt werden. Mit Blick auf Insekten und Vögel und Kleinsäugetiere solltest Du hierbei einige wichtige Aspekte im Auge behalten:

  • Insbesondere unsere frühblühenden heimischen Gehölze wie Weide, Erle, Hasel und Pappel  liefern wertvolle Nahrung für Bienen in einer Zeit, in der es nur wenige Alternativen gibt. Wenn Du diese Pflanzen zurückschneidest oder auf den Stock setzen willst, achte darauf, dass ein Teil der blütentragenden Äste stehen bleibt.
  • Gleiches gilt für Obstbäume und Beerensträucher

 

Hast Du Blütenstände der Stauden und Gräser über Winter stehen lassen, ist auch dafür der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt gekommen.

Willst du den tierischen Mitbewohnern deines Gartens weitere Unterkünfte anbieten, schichte den Rückschnitt in kleinen Gärten als Totholzhaufen auf. Hast du viel Platz, bietet sich der Aubau einer Benjeshecke an.

Siehe auch:
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/tiere/insekten/22649.html

Fotos: Stefan Mertin

Januar

Nutze die Energie des Jahresbeginns und die etwas ruhigere Zeit im Garten für die Gartenplanung!

Welche Bereiche des Gartens könntest Du biologisch vielfältiger gestalten? Könnte ein Teil des Rasens vielleicht zur Blumenwiese werden? Willst Du dieses Jahr einmal insektenfreundliche Kräuter in den Balkonkasten pflanzen ? Oder dort, wo der Kirschlorbeer so kahl geworden ist, könnte da nicht eine heimische Heckenrose stehen und mit Blüten, Duft, Hagebutten und Herbstfärbung schöne farbige Akzente setzen und gleichzeitig Insekten und Vögeln Nahrung bieten? Gibt es Ecken, die sich selbst überlassen werden könnten um zu erforschen, welche Lebensgemeinschaften sich natürlicherweise in Deinem Garten ansiedeln würden?

Es gibt viele Möglichkeiten – auch auf kleinstem Raum – etwas für die biologische Vielfalt zu tun. Lass dich von unseren Beeten inspirieren oder melde dich zu unserem Workshop an:
https://biologische-vielfalt-os.de/termine-2/

Kleiner Textbeitrag zum Thema den naturnahen Garten winterfest machen und Überwinterungsplätze schaffen.

Stauden

Sonnenblumen, Karden und andere samentragende Stauden sollten vor dem Winter nicht abgeschnitten werden: Sie bieten wichtige Nahrung für Vögel im Winter. In Blattachsen und hohlen Stengeln abgeblühter, stehen gebliebener Stauden überwintern auch einige Wildbienenarten. Für das winterliche Gartenbild stellen reif- und schneebedeckte Pflanzen oder taubedeckte Spinnennetze zwischen trockenen Stängeln zudem eine optische Bereicherung in der ansonsten eher kahlen Jahreszeit dar.

Laub

Laub ist kein Abfall, sondern ein wertvoller Baustein im Nährstoffkreislauf der Natur. Deshalb ist es sinnvoll das Laub im Garten zu belassen und unter Hecken und Büschen sowie auf Blumen- und Gemüsebeete zu verteilen. Die Laubschicht schützt den Boden und bietet Unterschlupf für Kleintiere und Insekten. Herbstlaub auf dem Rasen kann zusammengekehrt und auf Haufen gesetzt werden. So entstehen Winterquartiere für z.B. Igel und Erdkröten. Aber auch Nahrungsquellen für insektenfressende Tiere. Bis zum Frühjahr können die Blätter langsam verrotten. Zu Beginn der neuen Gartensaison im Frühjahr werden die verbliebenen organischen Reste als natürlicher Dünger in den Boden eingearbeitet.

Verzicht auf Laubbläser und -sauger
Naturnahes Gärtnern kommt ohne Laubbläser oder-Sauger aus und benutzt Besen und Muskelkraft um die Wege und Zufahrten wegen Rutschgefahr laubfrei zu halten. Die Geräte beeinträchtigen die Bodenbiologie durch extreme Luftgeschwindigkeiten bei denen wichtige Kleinlebewesen wie Käfer und Spinnen zusammen mit dem welken Laub entfernt werden. Es kann sogar vorkommen, dass Laubsauger größere Tiere wie junge Igel oder Amphibien einsaugen. Zudem verliert der Boden seine schützenden Deckschicht, die vor Austrocknung sowie extremer Kälte schützt und im Frühjahr den aus verrottetem Laub gebildeten Humus als natürlichen Dünger.

Nistkästen

Nistkästen erfüllen auch im Winter wichtige Funktionen, da sie einen schützenden Unterschlupf für überwinternde Vögel, Fledermäuse, Insekten und Haselmäuse bieten. Um Wintergäste nicht zu stören, sollten Vogelnistkästen am Besten im Februar gesäubert werden. Ab März werden die Kästen dann schon wieder von einigen früh brütenden Singvogelarten bezogen.

 

Gehölzschnitt

In den Wintermonaten ist die beste Zeit Bäume und Sträucher zu schneiden. Zu Haufen oder Benjeshecken aufgeschichtet, bietet das Totholz Insekten und Kleintieren Schutz. Oder man verwendet das Schnittgut als unterste Schicht in einem Hoch- oder Hügelbeet.

 

Frostempfindliche Pflanzen

Einige Gartenpflanzen sind nur bedingt winterhart. Nahen Minusgrade, sollte man sie mit Tannenreisig oder Laub schützen. Bei Topfpflanzen muss auch das Pflanzgefäß – z.B. mit Jute eingepackt werden um die Wurzeln zu schützen. Sehr empfindliche Pflanzen sollten besser komplett in frostfreie Räume umziehen.

Unser Tipp:

Weihnachtsbäume recyceln:
Mit den Ästen des ausgedienten Tannenbaums abgedeckt,
können frostempfindliche Stauden
den Winter ohne Schaden überstehen.