Wissenswertes über Wildbienen

In Deutschland gibt es etwa 568 Wildbienenarten,
weltweit wird von mehr als 20.000 Arten gesprochen.

Lebensweise und Lebenszyklus

Etwa 2/3 der Wildbienenarten Deutschlands leben einzeln (Solitär). Diese Arten leben meist nur wenige Wochen (meist 6-8 Wochen) und bauen in dieser Zeit alleine etwa 10-30 Brutzellen.

Andere Wildbienen, beispielsweise die Hummeln, leben in kleinen Staaten zusammen, ähnlich wie die Honigbiene, nur weniger komplex und zeitlich kürzer.

Etwa ¼ der Wildbienenarten in Deutschland leben – ähnlich wie der Kuckuck – schmarotzend von anderen Wildbienen und bauen selber keine Nester.

Ca. ¾ der solitären Arten nistet im Boden.

Die Spezialisten

Ein Drittel der rund 570 verschiedenen Wildbienenarten in Deutschland sind spezialisiert – und zwar auf bestimmte Wildpflanzen, auf die Blütenform, ganz spezielle Pflanzen oder einfach nur auf eine bestimmte Geschmacksrichtung.

Wo diese Pflanzen fehlen, finden sich auch keine spezialisierten (oligolektischen) Wildbienenarten.

Eine Ausgleichsfläche für entsprechende Pflanzengesellschaften kann schon in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon existieren.

  • Beispiele für solche „Spezialisten“:
    Die Große Weidensandbiene (Andrena vaga), benötigt Weidenpollen.
  • Die Glockenblumen-Sägehornbiene (Melitta haemorrhoidalis), hat sich auf Glockenblumengewächse spezialisiert.
  • Die Frühe Doldensandbiene (Andrena proxima), bevorzugt – wie der Name sagt – Doldenblütler (z.B. Wilde Möhre, Wiesenkerbel, Engelwurz)

Lebensraum für Wildbienen, Hummeln & Co:
Was brauchen sie?

Wildbienen brauchen neben ausreichend vielen Blüten über das Jahr hinweg spezifische Nistplätze in der Nähe ihrer Nahrung. Die räumliche Trennung zwischen Nistplatz und Nahrungsplatz soll möglichst eine Distanz von 200 – 300 m nicht überschreiten.